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Registrierungsdatum: 6. Februar 2004

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1

Freitag, 6. Februar 2004, 18:59

Cam mit Tiefenunschärfe

hi!

hab absolut keine ahnung von selbstfilmen, camcordern etc., hätte jedoch eine idee welche ich verfilmen könnte/möchte, und was mich daher extrem interessiert:

Wie siehts mit der TiefenUNschärfe bei den modernen cam's aus? besitzen die auch sowas wie ne blende, die man dann öffnen kann? müsste ich dafür evt. auf alte Super8 - Kameras zurückgreifen? sind diese irgendwo möglichst billig zu bekommen, gibts überhaupt noch filmmaterial dazu?

mein einziges kriterium ist im moment die tiefenunschärfe und eine akzeptable qualität ;)

gruss

ice

attorney

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2

Samstag, 7. Februar 2004, 12:10

Hi Ice,

bevor Du an ein Filmprojekt herangehst, solltest du dir erst mal grundlegende Kenntnisse über das Aufnahmeequipment verschaffen.
Wie du selbst schreibst, bist du da völlig unbeleckt.
Es würde den Rahmen dieses Forums sprengen, dir elementare Funktionen der verschiedenen Video-Cams im Vergleich zu den Super 8 Cams zu schildern,
Da musst Du dich zunächst anhand von einschlägiger Fachliteratur schlau machen.
Selbstverständlich kann man an den besseren Video-Cams Zeit und Blende manuell einstellen. Wegen der Chipgrössen bei Video ist die Reduzierung der Tiefenschärfe auf ein Minimum bei Video schwieriger, als bei einer Super 8 Kamera.
Gute gebrauchte- Super-8 Kameras werden zu Hauf bei eBay angeboten. Für 150-200 € bekommt man da schon sehr gut erhaltene Nizos mit allen erdenklichen Funktionen und hervorragender Qualität.
Man bekommt auch noch im gut sortierten Fotohandel (leider nur in Grossstädten anzutreffen) noch frische Super-8 Filme. Kosten: 15,- € je 3-Minuten Spule.
Den fertigen Film müsstest Du dann durch ein professionelles Kopierwerk auf Video scannen lassen, da sich heute keiner mehr Super-8 Filme auf der Leinwand anschaut.
Facit: Die typische Spielfilmilmästhetik lässt sich mittels Super-8 (professionelle Arbeit u. Verarbeitung aber in allen Schritten vorausgesetzt !) mit der herkömmlichen Filmtechnik besser realisieren. Sie wird zB. heute nicht nur in der Spielfilmproduktion, sondern auch bei den Musik-Videoclips (der Name täuscht) im professionellen Bereich favorisiert, wo immer noch Super 8 oder 16 mm Filmtechnik angewendet wird .
Per Saldo aber eine sehr teure Angelegenheit, insbesondere für einen Amateur, der mit Null praktischer Erfahrung an die Sache herangehen will.

Wenn du eine gute Idee hast, wende dich doch an Deinen örtlichen Film-u. Video-Club, der womöglich Interesse zeigt, , mit dir zusammen Dein Projekt zu realisieren.

Gruss
Attorney


Gruss
Attorney

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3

Samstag, 7. Februar 2004, 12:49

vielen dank attorney, aber wenn ich wirklich vorhätte das ganze durchzuführen würde ich mir zuerst die kamera beschaffen und mich dann richtig einarbeiten in die technik etc, weil ich so viel schneller und weiter komme als mit dem lesen eines buches! was du dir sagen lässt vergisst du, was du aufschreibst weisst du, was du machst verstehst du ;)

nein mit dieser idee werde ich nicht zu einem videoclub gehen da alll meine ideen den horizont durchschnittlicher hobbyfilmer (wie ich sie zumindest kenne) um einiges sprengt... ;)

gruss

ice

achja wie siehts jetzt genau mit der tiefenunschärfe aus? ich hab ne ziemliche ahnung von fotoapparäten und auch optiken allgemein hatte ich erst grad in der schule... ;)
krieg ich vielleicht n beispiel irgendwoher, n bild von ner modernen cam mit ganz geöffneten blende oder sowas?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »IceScalar« (7. Februar 2004, 12:52)


Roland

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4

Samstag, 7. Februar 2004, 13:21

@ IceScalar:

achja wie siehts jetzt genau mit der rechtschreibreform in der schweiz aus?

weil,.......... da alll meine ideen den horizont durchschnittlicher hobbyrechtschreibreformler (wie ich sie zumindest kenne) um einiges sprengt... ;-)
_________/\/\_
TschÖ aus Kölle

Das Videoforum ist, wie das Leben, eine Nuß.
Denn diese läßt sich zwischen zwei weichen Kissen nicht knacken!

Roland

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Roland« (7. Februar 2004, 13:24)


Wiro

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5

Samstag, 7. Februar 2004, 15:00

Hi,
noch'n Beitrag dazu:

Wenn Du die Schärfentiefe als wichtiges Element der Bildgestaltung benötigst, stösst Du bei Video schnell an technische Grenzen. Schuld sind die kleinen CCD-Chips - je kleiner das Format, desto grösser die Schärfentiefe. Ein Kompromiss sind Camcorder mit 1/2-Zoll-Chips - und wenn Du noch mehr tun willst/kannst - einer Fujinon Profi-Optik. Damit erhältst Du schon eine akzeptable Schärfen(un)tiefe.

Da Du photographisch bewandert bist: das "Aufreissen" der Blende kannst Du auch dadurch beeinflussen, dass Du 2 ND-Filter vors Objektiv setzt. Außerdem kann man mit der digitalen Portraitfunktion experimentieren, die viele Camcorder besitzen. Es bedarf jedoch einiger Übung - so einfach mal eben gehts nicht.

Gruss Wiro
PS: es gibt viele Diskussionen darüber, ob es nun Tiefenschärfe oder Schärfentiefe heisst. Richtig ist Schärfentiefe.
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ikarus

unregistriert

6

Samstag, 7. Februar 2004, 19:14

Zitat

es gibt viele Diskussionen darüber, ob es nun Tiefenschärfe oder Schärfentiefe heisst. Richtig ist Schärfentiefe.

Richtig, Wiro,

Diskussionen gibt es viele - aber wer hat die Wahrheit? Ich bin in einem Fotografenhaushalt großgeworden und habe als Kind schon in Fach- und Sachbüchern von Agfa, Contax, Leica etc., teilweise aus den 40er und 50er Jahren, gelesen und geblättert. Nun rate mal, wie sich die damaligen Fachleute ausgelassen haben?

Richtig: Tiefenschärfe und Schärfentiefe in aller Eintracht nebeneinander (nicht innerhalb eines Buches natürlich!). Ich persönlich bin mit der "Tiefenschärfe" aufgewachsen und werde sie mir wohl auch mein Lebtag nicht mehr abgewöhnen. Warum auch? Faktisch - von der semantischen Bedeutung her - ist beides gleichwertig.

Tiefenscharfe Grüße

ikarus

Wiro

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7

Samstag, 7. Februar 2004, 19:36

Hi Ikarus,
Du sollst es Dir ja auch nicht (mehr) abgewöhnen - jeder weiß, was damit gemeint ist, und das ist die Hauptsache. Nur - es ist definitiv falsch, da eine Tiefe keine Schärfe haben kann - eine Schärfe dagegen schon eine bestimmte Tiefe.
Schlimmer ist es da mit Rolands "Lautheits-Stellern" - da muß man echt erst nachdenken, was damit gemeint ist.
Nicht falsch verstehen, Roland . . .
:huahua: :huahua: :huahua:
Gruss Wiro
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cybertom

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8

Samstag, 7. Februar 2004, 21:34

Hi,

Semantiker unter sich:
>>da eine Tiefe keine Schärfe haben kann<<
doch, die Tiefe (gemeint sind die in der Ferne liegenden Bereiche) kann unscharf oder scharf dargestellt sein.

Ganz korrekt wäre sicher so etwas, wie "Ebenen-Schärfe".

Gruß vom
Tom
Ahoi vom
Tom

Aufrecht also muß man sein, nicht aufgerichtet (M. Aurelius Antoninus)
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Wiro

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9

Samstag, 7. Februar 2004, 21:53

Hi,
mal sehen, welche Wortschöpfungen jetzt noch erfunden werden, um zu widersprechen ;-)))
Ebenen-Schärfe wäre auch nicht der richtige Ausdruck, da die Schärfentiefe keine Ebene, sondern einen Bereich darstellt - nämlich denjenigen, welcher vor und hinter dem Hauptmotiv (dem Fokus oder dem Punkt höchster Schärfe) ausreichend scharf abgebildet wird, um vom Betrachter noch als scharf erkannt zu werden.

Gruss Wiro
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cybertom

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10

Samstag, 7. Februar 2004, 22:35

o. K., wie wär es dann mit "Schärfen-Bereich"?

Obwohl eine Ebene auch eine gewisse Dicke haben kann ;-)

Tom
Ahoi vom
Tom

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