Ich finde, es ist ganz unterschiedlich, ob Standbilder auffallen oder nicht. Bei den Deckengemälden bzw. Grafiken habe ich auch in den anderen Bibliotheken Standbilder genutzt. Da sieht man es kaum, höchstens daran, dass die Aufnahmen vorher und nachher unruhiger sind.

Wenn Menschen groß im Bild sind, geht es meiner Meinung nach gar nicht. Falls sie klein und weit entfernt stehen, kann tatsächlich eine geringere Abspielgeschwindigkeit helfen (habe ich auch 2-3 Mal gemacht). Bei Landschaften sind Standbilder ebenfalls kritisch, das sieht oft merkwürdig aus, weil es selten komplett windstill ist. Und es stimmt natürlich, wenn man ganz ordentlich sein will, erhöht es die Bearbeitungszeit des Videos erheblich oder die Filmzeit vor Ort. Das geht allerdings bei einem Gruppenausflug gar nicht. Die empfindlichen Fussböden in historischen Räumen muss man außerdem berücksichtigen. Daher versuche ich meist nachher nur, die ganz üblen Dinge zu korrigieren.
Wir waren glücklich, dass wir überhaupt in den Barocksaal des Clementinum durften. Daher musste er einfach mit in den Film. Filmerisch finde ich es trotzdem nicht wirklich gelungen, wenn man nur 4 Standbilder von der Decke hat, keine Leute, die schauen, herum laufen, Details usw. Das wenige Licht von der hohen Decke konnte halt die dunklen Möbel/Fussboden nicht ausreichend erhellen und schnell filmen musste ich ja wegen der Lichtautomatik auch noch.
Viele liebe Grüße
Liane